Du kannst nicht immer 7 sein
13. März 2008
Wenn einem langweilig ist, dann macht man komische Sachen. Die einen schneiden sich die Fingernägel, andere putzen das Bad, oder man lernt. Wenn man lernen sollte, dann macht man noch komischere Sachen. Man schneidet sich die Fingernägel oder sucht bei YouTube nach alten Comic-Intros. Wunderbar, wie man sich damit in der Zeit zurückversetzen kann.
Ich sehe mich auf der Couch meiner Eltern sitzen, im Hintergrund höre ich meine Mama in der Küche etwas braten, und ich stopf mit Karottenschnitzer in den Mund. Tja, es gab halt nicht immer Chips ...
Check it out. Zwei, eins, Risiko!
Herzlichen Dank an die Liebe 550nm, die obige Lernablenkmethode durchgeführt hat, bin ich wieder darauf gestoßen. Wie geil. Ich wär jetzt gern wieder Sieben.
Chipchipchipchip und Chap, Ritter des Reeeeeheeeeeechts.
Hier geht's zur ganzen Playlist.
Die Wahlen – bald sind sie endlich vorbei
13. März 2008
Ich wollte mich in der Anfangszeit dieses Blogs – vor allem «historisch» gesehen – auf dieser Domain mich nicht zur Passauer Politik bzw. dem nervigen Wahlkampf äußern. Aber was mir gestern Nacht beim durchsehen der PaWo aufgefallen ist war bemerkenswert. Zwei Ganzseitige PR-Anzeigen unseres noch OBs, in welchen er damit wirbt, dass er «verstanden» habe. Schon allein die Antwort auf die Frage 2, welche Punkte es eigentlich waren, «die diesen Wahlkampf beherrscht haben»? Bravourös! Zankl: «Leider nur das Geradeausfahrverbot in der Ringstraße, die Architektur des Stadtturms, die städtischen Töchter Event und WGP und einiges anderes mehr.» (Hervorhebung von mir). Leider nur? Und einiges mehr? Hätten Sie denn lieber einen Präsidentschaftswahlkampf geführt? Sich um bundespolitische Themen gekümmert? Wir sind hier in Passau. Hier ist halt einfach nicht so viel los. Hier kann man über Themen wie das Geradeausfahrverbot diskutieren. Über die zwar zu begrüßende Neue Mitte, aber die äußerst mangelhafte Umsetzung des bisher Existierenden. Und natürlich über die WGP! Über welche Themen wollen Sie denn sonst reden? Dass jetzt schon ein Jahr über ein öffentliches Klo in der Neuen Mitte diskutiert wird? Sich die Leute dadurch verarscht fühlen? Vielleicht über das abgewatschte Europäische Haus? Ah nein, da wurden ja Sie persönlich abgewatscht. Oder vielleicht darüber, dass die Innstadt im Verkehrschaos versinkt?
Nö, das gehörte ja zu dem einigen anderem mehr. Der herbeigehirnwichsten Verkehrsführung. Denn hier wurde darüber diskutiert. Nur nicht von Ihnen. Sie haben sich in diesem Punkt äußerst rar gemacht. Ich als Innstädter bin schließlich direkt betroffen und kann mit gutem Gewissen sagen, dass Ihr «Sofortmaßnahmenkatalog» eben KEINE Wunder bewirkt hat. Dass ich die Freude Ihrer Kontrahenten über eine neue Brücke auch nicht teilen kann muss ich hier fairnesshalber ebenfalls erwähnen. Denn das wäre für die Steuerpolitik klar ein rießiges Desaster. Dann würden noch mehr Passauer nach Österreich kommen. Vielleicht könnte dann gleich noch eine neue Tankstelle direkt an der Grenze eröffnen. Mir persönlich ist es egal. Ich muss sowieso über den Inn. Ich tanke ganz klar in Österreich.
Im Grunde kann man sagen, dass diese Wahl eigentlich sehr schwer war. Denn kein OB-Kandidat hat wirklich überzeugen können. Nur Sie haben es dem Wähler in der Vergangenheit sehr leicht gemacht. Ich werde, wie schon beim Europäischen Haus, bei dieser Stichwahl gegen Sie stimmen. Dadurch kann ich Nachts besser schlafen und Passau wird endlich wieder Rot. Der Zustand des Stillstands und der Blockade hat dann hoffentlich ein Ende.
Deshalb kann ich Ihren kleinen, letzten Frustversuch verstehen. Doch wieso die PaWo? Lag es am Preis (PaWo: 1/1-Seite, 1c, 3.919,20 Euro; PNP: 1/1-Seite, 1c, Ausgaben Passau Stadt, 4.082,54 Euro)?
Ganz gelesen habe ich Ihr «Interview» jedoch nicht. Nachdem sie die WGP hervorragend dastehen haben lassen setzte eine solch schlimme Form des Fremdschämens ein, wie sie sonst nur beim gucken von Stromberg einsetzt. Ich habe umgeblättert. Bin da direkt auf Ihr «Leserforum» gestoßen und musste auch hier nach dem ersten «Leserbrief» umblättern. Wieder zu peinlich.
Viel Glück, Herr Z. Sie werden es brauchen können. Ich freue mich schon auf die Zeit nach Ihnen!
Der Wahlkampfprofiler von nebenan berichtet übrigens auch über Zankls Anzeigen.
Nachtrag: der Rest dieser PaWo-Ausgabe ist allerdings vorzüglich. Wir haben einen Ufoforscher, welcher mit sechs Jahren scheinbar schon so besoffen war, dass er kleine Männlein mit Kapuzen neben seinem Bett stehen sah. Und wir haben einen Sexskandal, wegen dem eine Politikerin ihren Job verloren hat. Nur hat sie eigentlich nicht wegen des Sexskandals den Job verloren, sondern wegen Parteiarbeit während der Arbeitszeit. Aber das Wort Sexskandal in einer Headline macht sich klar besser! Fehlen nur noch iPhone und MacBook Air in der nächsten Überschrift, wenn es eigentlich um elektrische Heizdecken geht.
re:publica – Gesucht
12. März 2008
Und ich schick gleich noch einen hinterher. Wer hat Lust mit mir zur re:publica nach Berlin zu huschen? Um Herberge und lecker Essen kann ich mich gerne kümmern.
Vom Leben gelernt
12. März 2008
Wirklich, ich war schon ewig nicht mehr auf meinem Neon-Profil. Aber interessant, welche Nichtigkeiten die Leute von mir lernen:

Das erste Mal
12. März 2008
Viel Überredungskunst hat es nicht gebraucht. Ich glaube sie war schon bereit dafür, wusste es nur noch nicht. Aber beim ersten Mal ist es noch ein etwas komisches Gefühl. Doch, sie hats getan und die Sache bravourös gemeistert.
Meine liebe Studienkollegin 550nm (steht das für Nanometer? Oder für NaMoi?) hat endlich ihren eigenen Blog. Gestern noch ein Hirngespinst, ist es über Nacht gereift und wurde heute mit einem gefühlten 53-zeiligen Post geboren. Grün, wirr und mit Schmackes wird ab sofort live aus Nürnberg der Fratze Wirklichkeit ins Gesicht gelacht. Willkommen in der Blogospäre – und in meiner Blogroll. Auf gute Nachbarschaft!
Fliegt, Vögelchen
11. März 2008
Heute beim Mittagessen haben wir noch darüber geredet, schon stolpere ich in meinem RSS-Reader über einen tollen Beitrag, der sich mit nervenquälenden Vögeln beschäftigt. Scheinbar hat nicht nur meine Kollegin ein Problem mit einem angrenzenden Baum. Tolle Geschichte, finde ich.
Zeit, die liebe Zeit
10. März 2008
Gerade hab ich meinen Feedreader durchgesehen. 170 neue Posts, die darauf warten, abgearbeitet zu werden. Dazu kommen unzählige E-Mails auf mehreren Konten, Instant Messages, Zwitter, studiVZ, bla blubb. Wie kamen die Leute früher ohne diese Teile aus? Und werde ich dadurch wirklich unproduktiver? Wahrscheinlich – und ich merke es gar nicht mehr. Oder mein Chef merkt es und sagts mit nicht, der Schlawiner.
Ich sitz hier gerade über einen Gastbeitrag für ein kleines, leicht linkes Magazin (Link folgt) und soll über die Folgen der freiwilligen Freigabe von persönlichen Daten schreiben. Wahrscheinlich bin ich da der Falsche für. Schließlich bin ich im studiVZ registriert ...
