Kein Ort für Nazis
31. März 2008
Eine solche Aktion würde ich mir in Bayern auch wünschen. Wie schön, dass die Amadeu Antonio Stiftung wieder einmal voran geht und versucht, den Nazis mehr Gegenwind zu bereiten.
Vor allem in meinem Heimatort Fürstenzell, wo sich die NPD festsetzen will, wäre (noch) mehr Widerstand nötig. Stimmen zu den letzten zwei Demonstrationen hier, hier und hier.
Und am 12. April muss ich leider BWL ausfallen lassen. Da ist in Nürnberg große Demo zum Thema «1. Mai, Straße Nazi frei». Sorry – muss sein!
Gehandicapte Flocke
31. März 2008
Wieso hat der Eisbär aufm Logo eigentlich nur 3 Beine? Ist Flocke behindert gehandicapt?

Quelle: Stadt Nürnberg
Thx an Ka für den Styleguide!
Weg. Einfach weg.
31. März 2008
Seit einer Woche quält mich jetzt der Gedanke, einfach nach Berlin zu ziehen. Er kam nicht so ganz überraschend – aber dafür unerwartet intensiv und plötzlich. Schon seit Jahren will ich weg hier. Doch zu viele Verpflichtungen haben mich bisher davon abgehalten, Passau – und somit auch meiner Familie, den Freunden, allen – den Rücken zu kehren. Wohnung kündigen, Job kündigen, Kisten packen, neue Wohnung suchen, Job suchen, fertig. Scheinbar so einfach und doch tierisch schwer – jeder kennt schließlich die Angst zu verarmen. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass man einfach mal was riskieren sollte um glücklich zu werden.
Und das will ich jetzt tun – weggehen. Als Aufbauhilfe hab ich mir noch schnell «Wir nennen es Arbeit» zugelegt – von dem ich mir erhoffe ein wenig Mut zugesprochen zu bekommen. Im Moment pendel ich ständig zwischen «Chef, ich finds toll hier, aber ich muss weg. Ich kündige!» und «Jetzt machst du diese Woche deine Bewerbung und dann geht's ab.». Und schon nervt es mich wieder. Ab diesem Zeitpunkt ist es zu unspontan. Das, was ich so sehr mag, das kurzfristige, geht verloren. Auch wenn es eine tiefschneidende Entscheidung ist – es ist zu sehr geplant.
Auch der wöchentliche Weg nach Nürnberg würde sich dadurch ein bisschen verlängern. Von 4 Stunden im Zug sitzen würden es 9 Stunden ICE-Fahrt werden. Aber dann könnte ich mir endlich meine so sehr gewünschte BahnCard 100 zulegen. Welch Freude. Dann kann die Bahn von mir aus gerne ihre scheiß Tickets teurer machen.
Ich bewundere die Menschen, die zufrieden sind mit ihrer Umgebung. Silke, eine Kollegin, ist so sehr mit ihrem Heimatort verbunden, dass sie total krank wurde, als sie mal für ein halbes Jahr in ner 30 km entfernten Kleinstadt gelebt hat. Sie ist wieder zurückgezogen und glücklicher den je. Auch meine Jugendfreunde denken gar nicht dran aus unserem Heimatort wegzugehen. So sehr sind sie mit ihrer Heimat verbunden. Mich hingegen hat es schon immer herumgetrieben. Und wenn es nur ein Kurztripp übers Wochenende war. Ich musste raus aus der Kleinstadt, hinein in die großen Metropolen.
Ein Wegzug nach New York war schon geplant – sogar der Job war schon da. Nur leider hab ich aus irgendwelchen Gründen, die mir bis heute nicht klar sind, meine gewonnene GreenCard nicht bekommen. Fuck!
Dann war, angestiftet durch meine dort produzierte Abschlussprüfung, Barcelona im Gespräch. Da scheiterte es aber leider an den Spanischkenntnissen. Schade. Jetzt könnte ich Spanisch, es zieht mich aber wenn dann wieder mehr nach Italien. Und dazu wäre mein Italienisch zu schlecht. Aber eigentlich sind das nur Ausreden. Hmm. Bin ich doch zu feige?
Wie auch immer. Berlin war für mich schon immer faszinierend. Und außerdem geht mir jetzt das Licht auf, dass, egal wann, immer ein schlechter, oder anders gesehen ein guter Zeitpunkt ist, um dorthin zu gehen.
Keine Ahnung woran es liegt, dass es mich immer herumtreibt. Zum Beispiel konnte ich noch nie etwas mit den Traditionen hier bei uns im verschlafenen Niederbayern anfangen. Klar mag ich Volksfeste und wenn junge Menschen in Tracht dort rumlaufen.
Auch mag ich es, dass es zum Teil hier so gemütlich ist. Man sieht ständig Natur: Hügel, grüne Wiesen, Berge, Wälder. Aber es ist halt auch nichts los. Außerdem sind die Leute sehr prüde und konservativ – CSU-Land eben.
Wie auch immer. Die Bewerbung ist schon im Entstehen. Mal sehen, wie viele Seiten es werden – die Ideen dazu sind jedenfalls schon sehr geil!
Zumindest kann ich Nachts wieder schlafen und werde nicht von dem Gedanken des Umzugs wach gehalten. Eine Woche lang reicht definitiv!
Gezwitscher im Netz 2.0
31. März 2008
Als ich vor ein paar Minuten die alten Zeitungen wegwerfen wollte ist mir ne alte WamS in die Hände gefallen. Da wollte ich euch doch noch was erzählen. Genau. Nämlich ist mir ein seitenlanger Artikel aufgefallen, der wunderbar gar nichts aussagt. «Warum E-Mails schon fast von gestern sind.» Netter Titel. Kurz zusammengefasst. Der Autor ist bei einem mir unbekannten Social-Network angemeldet und hat das lange Zeit vergessen. Irgendwann bekommt er wieder eine Freundschaftseinladung (dieses Wort ist sowas von bescheuert!) und denkt über das Netzwerk nach.
Dann kommt der Autor drauf, dass iPhone-Besitzer scheinbar besser dran sind, er zu langsam für diese Welt ist – und aus.
Komischer Artikel. Na ja, wenns ihn satt macht hat das ganze ja eine Legitimierung.
Die Osterruhe – fast besser als Weihnachten
25. März 2008
Im übrigen war der Osterschlaf, den die Blogosphäre scheinbar getan hat, sehr erholsam. Endlich kamen mal nicht alle 5 Minuten neue Beiträge in den RSS-Reader. Eigentlich wurde fast nur getwittert. Was auch mal schön ist. Kurze, komprimierte News.
Was sollte dieser Post jetzt eigentlich? Ach egal – mal wieder ein paar Byte im Web belegt.
Eine Hassliebe
25. März 2008
Meine Füße sind kalt. Und warum sind sie kalt? Weil sie nass sind. Und warum sind sie nass? Weil der Schnee bis hoch zu meinen Schienbeinen liegt – ganz genau. Kniehoch! Eine ganze Stunde hat heute der Weg in die Agentur gedauert. Doppelt so lange wie sonst. Aber dafür kann der Schnee nur bedingt was. Schuld sind eher die Autofahrer, die ihr verficktes verdammtes Auto am liebsten schieben würden. Mal ehrlich Leute. Klar fährt man langsamer wenn ein wenig (ein wenig!) Schnee auf der Straße liegt. Aber dann zwischen 20 und 30? Ich weiß ja nicht!
Der Morgen ging aber dann schon so wunderbar weiter. Denn: wer war der erste Kollege den ich auf der Straße gesehen hab? Meine verhasste geliebte leider bald fest angestellte Noch-Praktikantin. Da freut sich das Herz.
Der restliche Morgen: Kaffee lecker, Arbeit geht zügig weg, 3 Projekte heut schon abgeschlossen. Wird auch Zeit. Schließlich liegen 3 große Events (Kommunikation, teils Organisation) vor mir. Da kann ich jede Minute gebrauchen.
Meine Kollegen freuen sich im übrigen, dass man wieder Langlaufen kann. Ich brauch auch wieder Langlaufski. Nicht umsonst haben wir einen Hersteller Selbiger im Portfolio.
Für dieses Jahr kann ich abschließend zum Schnee sagen: mit dir ist das so eine Hassliebe. Du Arsch!
Welt-Down-Syndrom-Tag
21. März 2008
Erst einmal möchte ich diese Anzeige ohne Worte einfügen.

Abbildung: Alle Rechte vorbehalten.
Na gut, so ganz ohne Worte geht's natürlich nicht. Eine meiner Lieblingskundinnen setzt sich aus persönlichem Grund sehr für den Gesprächskreis Down-Syndrom ein. Dieser ist zwar eher nur im Nieder- und Oberbayerischen Raum aktiv, verfolgt allerdings gute Ziele. Leider haben die Damen und Herren keine Webseite, auf die ich verlinken kann – und deshalb das Anzeigenmotiv, das heute in einigen Zeitungen erscheint. Auch herzlichen Dank an die Titel, die diese Anzeige (fast) ohne Berechnung (und dann sogar noch in 4c) publizieren!
Wow, das alles so ganz ohne Sarkassmus oder Hintergedanken. Eines Tages werde ich noch ein guter Mensch ...
Eierbegga
19. März 2008
Hah! Auf geht's zum diesjährigen Eierbegga. Nachdem ich letztes Jahr ziemlich unfitte Eier erwischt hatte, hab ich mir dieses Jahr viel vorgenommen! Nicht weniger als das Finale wird akzeptiert. Da freut sich Herr Cholesterinspiegel.
6:0 hab ich verloren. JEDES einzelne Duell. Ich bin deprimiert. Das kommt davon, wenn man nur grüne Eier nimmt!
Bayerischer Slang
18. März 2008
Märiähn ist toll! Da stehen wir kurz in der Küche und kippen uns nen Espresso runter, plötzlich kommt wieder ein längst vergessenes Wort. Schmiesal. Auf Hochdeutsch wäre das eine Fliege (zum Umbinden). Meine Mama hat das auch immer gesagt.
Naja, sie ist ja auch schön über 30, die gute Märiähn. In ihrer Jugend hatte man das noch *duck*
Kattl, das wäre übrigens wieder eine niederbayerische Vokabel für dich.
Fundstück: Coole Muh
18. März 2008

Keine Ahnung wann, oder für wen ich das Teil mal gebastelt hab.
